Psychotherapie

 

Was ist eigentlich Psychotherapie?
Die meisten Menschen werden im Laufe ihres Lebens mit Krisen und schweren Situationen konfrontiert. Trennungen, Verlusterlebnisse, berufliche oder familiäre Schwierigkeiten sind einige Bespiele an Lebensumständen, die uns emotional belasten. Viele belastende Situationen können wir alleine ohne professionelle Hilfe bewältigen, hier helfen die Familienmitglieder, die Freunde oder einfach nur unsere innere Kraft bzw. die persönlichen Fähigkeiten. Manchmal haben wir allerdings das Gefühl, nicht mehr alleine klar zu kommen und ganz fest in negativen Gedanken, Gefühlen und Handlungen zu stecken. Um diesen Teufelskreis zu durchbrechen, können psychotherapeutische Gespräche helfen. Das Ziel einer Psychotherapie ist es, die eigene innere Welt von Gedanken und Gefühlen besser zu verstehen und dadurch handlungsfähiger zu werden.

 

Gibt es verschiedene Psychotherapieverfahren?
Ja, es gibt zahlreiche Therapieverfahren. Als Kassenzulassung sind aktuell drei Verfahren anerkannt – analytische Psychotherapie, tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie und Verhaltenstherapie. Ich bin in Verhaltenstherapie ausgebildet und verwende auch Methoden aus anderen Therapierichtungen (z.B. systemische Therapie, hypnosystemische Ansätze, Achtsamkeit, imaginative Traumatherapie u.v.m.).

 

Brauche ich eine Überweisung für die Psychotherapie?
Nein, Sie können nur mit Ihrer Krankenversicherungskarte direkt eine/n Psychotherapeuten/in aufsuchen.

 

Mit welchen Themen kann ich in die Psychotherapie kommen?
Hier lesen Sie einige Beispiele an psychischen Belastungen, die eine Indikation für eine Psychotherapie darstellen. Falls Sie Ihr persönliches Anliegen hier nicht finden, können wir Ihre Frage gerne besprechen.

  • Depressionen, Erschöpfungszustände, „Burnout“
  • Ängste, Phobien, Zwang
  • Trauma, posttraumatische Belastungsstörungen
  • psychosomatische Störungen
  • psychische Belastungen aufgrund körperlicher Erkrankungen
  • Schlafstörungen
  • ADHS im Erwachsenenalter
  • Persönlichkeitsstörungen
  • Essstörungen
  • Sucht
  • bipolare Störungen
  • psychotische Störungen

 

Wie ist der konkrete Ablauf, wenn ich eine Psychotherapie brauche, und wie lange dauert die Behandlung?
Nach einem Erstgespräch haben Sie die Möglichkeit, bis zu vier sogenannten probatorischen Sitzungen wahrzunehmen, bevor Sie sich für eine längere Psychotherapie bei mir entscheiden. Die probatorischen Sitzungen haben zum einen das Ziel, dass wir uns gegenseitig kennen lernen und schauen, ob es zwischenmenschlich stimmig ist. Und zum anderen überprüfe ich, ob ich Ihnen mit Ihrem Anliegen weiter helfen kann.

Wenn Sie sich für eine Psychotherapie bei mir entschieden haben, stelle ich einen Antrag bei Ihrer Krankenkasse entweder für eine Kurzzeittherapie (24 Sitzungen) oder eine Langzeittherapie (60 bis max. 80 Sitzungen). Sie müssen dabei noch eine/n Arzt/Ärztin Ihres Vertrauens kontaktieren, damit er/sie den so genannten Konsiliarbericht zum Abklären eventueller körperlicher Ursachen ausstellt. Nach ca. 3-4 Wochen bekommen Sie eine Antwort von Ihrer Krankenkasse und die Psychotherapie kann starten. Therapeutische Sitzungen dauern 50 Minuten und finden im Durchschnitt wöchentlich statt.